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Sonntag, 30. August 2009

Natur und Bewegung


Wirklich jedes Befinden bessert sich spürbar

durch einen Spaziergang. Idealerweise bewegst du dich durch intakte Natur, durch Landschaften, deren Anblick dir Freude macht.
Bereits nach zwanzig Minuten Gehen in entspannt-zügigem Tempo bist du in einem neuen Zustand.
Du spürst dich, dein Geist ist mit schönen Bildern gefüllt, deine Sinne sind mit Wohltuendem versorgt.

Vielleicht nimmst du wahr,


wenn du an einem besonderen Ort angekommen bist. Manche Orte machen dich auf sich aufmerksam, indem sie deinen Blick auf ein besonderes Detail lenken.
Vielleicht bekommst du einfach Lust auf eine Gehpause und entdeckst ein Plätzchen, an dem du dich setzen möchtest.
Gewässer sind für die meisten Menschen sehr anziehend. Ein stiller See kann dich ganz aus deiner üblichen Zeitwahrnehmung holen. Ein plätschernder Bach untermalt die Stille um dich herum...

Die Inspiration durch einen besonderen Platz in der Natur

beschert dir vielleicht eine überraschende Eingebung, eine Lösung, die du vorher nicht gesehen hattest, vielleicht kommt dir ein Mensch in den Sinn, an den du lange nicht gedacht hast.
Vielleicht findest du zurück zu Träumen, die du einmal hattest, oder dir fällt plötzlich auf, dass du schon länger nicht mehr an einen Menschen gedacht hast, dessen Fehlen du einst glaubtest, niemals ertragen zu können.

Genieße das Geschenk, das ein Ort dir macht.


Zum Beispiel indem du dich mit Dankbarkeit der Geborgenheit oder der inneren Ruhe oder einem anderen guten Gefühl hingibst.

Wenn du magst,

werde kreativ. Bau etwas Schönes aus dem Material, das du vorfindest, oder dekoriere mit Steinen, Zapfen oder Laub. Hast du als Kind vielleicht ein Lieblingsspiel in der Natur gekannt? Ich habe immer diese kleinen Behausungen für Zwerge und Feenwesen, die ich aus Märchen kannte, gebaut.
In Baumwurzeln eingebettet mit kleinen Zäunchen drumherum, Möbel aus kleinen Steinen, Ästchen und Moosstückchen...

Vergängliche Kunstwerke schaffen


ist eine wunderschöne Art und Weise, eine Ort zu verändern, einen Eindruck zum Ausdruck zu bringen, etwas ganz Selbstvergessen nur um seiner selbst willen zu schaffen und es sogleich wieder los zu lassen.
Die Erinnerung an einen besonderen Augenblick nimmst du mit. Das Bild von deinem Werk als Foto kann dich an die Freude erinnern, die du beim Schöpferisch sein hattest und an diesen Moment des freudigen Erstaunens über ein Werk, das dir spiegelt, wie viel Schönes in dir ist.


Nur zwanzig Minuten


zügige, lockere Bewegung in der Natur - danach ist alles besser.

Mittwoch, 26. August 2009

Dein Selbstbild


Vermutlich ist dir nicht bewusst, dass du ein bezaubernder, liebenswerter, interessanter Mensch bist.
Wie fühlst du dich, wenn dir jemand sagt, dass ihm etwas an dir sehr gut gefällt, er deine Gesellschaft genießt oder jemand dir zu einem Erfolg gratuliert?

Ich wette, du hältst unwillkürlich die Luft an, überlegst kurz, ob das ernst gemeint ist, checkst, ob der Andere möglicherweise etwas von dir will und quetschst dann irgendwas heraus wie "Wirklich?", "Ach das ist doch nichts Besonderes." oder " ...ähm Danke".

Wer nicht bewusst mit positiver Resonanz umzugehen gelernt hat, wird leicht verlegen oder widerspricht sogar.
Schau dir mal an, wie Schauspieler am Ende eines Stückes ihren Applaus entgegen nehmen. Sie geben dem Publikum die Möglichkeit, seiner Freude und Dankbarkeit auszudrücken indem sie ihn wirklich nehmen. Sie zweifeln nicht an der Aufrichtigkeit des Beifalls und kommen auch nicht auf die Idee, für diesen Beifall könnte eine Gegenleistung eingefordert werden.


Der Schwabe sagt: "Ned g'schempft isch g'loobt g'nuug!"

Aber da irrt er.

Tatsächlich ist positives feedback essentiell wichtig für ein gutes Selbstbild. Dieses gute Selbstbild fördert Vertrauen in sich und andere und unterfüttert das Selbstvertrauen in Krisen und Konflikten.
So sorgt es indirekt sogar für eine gute Problemlösungsfähigkeit, trägt zur friedlichen Konfliktbewältigung bei und hilft, Verluste und Niederlagen schneller und leichter zu verarbeiten.


Warum wird dann nicht mehr Positives ausgesprochen?
Warum misstrauen wir häufig einem Kompliment?
Wie kommen wir auf die Schwachsinnsidee, uns für die guten Gefühle, die wir in anderen auslösen, revanchieren zu müssen?

Hier eine Auswahl möglicher Gründe:

Viele von uns haben als Kinder erlebt

- sich Zuwendung durch Leistung und Wohlverhalten verdienen zu müssen
- hinterrücks in etwas hineingelobt zu werden
- dass Tadel mit der Einleitung "Du bist ja recht brav gewesen, aber..." begann.
- dass gute Worte ohne Gefühl oder sogar mit gegenläufigen Stimmungen gesprochen wurden, z.B. Trauer, Mitleid oder Neid
- dass unausgesprochen eine Gegenleistung gefordert war
- dass sie beschämt wurden, ihre guten Eigenschaften nicht angewandt zu haben

Für viele Christen gilt es als eitel, sich der eigenen Vorzüge zu erfreuen und als Sünde, stolz auf die eigenen Leistungen zu sein.

Dämliche Zeitgenossen verwechseln schon mal ein gönnerhaftes Lob, mit dem sie sich in eine Überlegenheitsposition bringen mit einem echten Kompliment...

Ein positives Feedback stellt für einen Moment Nähe her, was nicht für jeden wirklich leicht auszuhalten ist.

Positives Feedback geben ist eine Selbstoffenbarung - auch das nicht jedermanns Sache...

Dabei ist der Ausdruck eines freudigen Eindruck nichts, was zurück gehalten oder verheimlicht werden sollte.
Niemand wird größenwahnsinnig, wenn er erfährt, was andere an ihm mögen oder bewundern.
Jeder, der ausdrückt, was ihm positiv auffällt, nimmt es dadurch auch selbst deutlicher wahr, was die Tagesbilanz aus positiven und negativen Erlebnissen deutlich realistischer macht.
Keiner vergibt sich etwas, wenn er mehr anerkennt als anerkannt wird. Merkt aber vielleicht, dass er sich zu oft in schlechter Gesellschaft befindet, wenn er a) wenig Gutes gespiegelt bekommt und b) wenig Gutes findet, das er mitteilen könnte.

Und noch etwas ist interessant: Wir sehen an Anderen nichts, was wir nicht selbst in uns hätten. Wir würden es sonst gar nicht erkennen können!
Daher ist die bewusste Wahrnehmung des Guten auch ein Spiegel deines Inneren und du siehst im Anderen deine eigene Herzens-Schönheit.

Vor allem schau aufmerksam zurück, wenn dich ein Baby oder Kleinkind anschaut, denn die sehen und spiegeln noch mit unverdorbener Aufrichtigkeit.

Sonntag, 23. August 2009

Deine wahre Größe



Ihr Herz schlug langsamer und langsamer, und ich dachte schon, dass es jeden Augenblick damit aufhören würde. Aber dann öffnete Maha Rishmi noch einmal die Augen.
Bernsteinfarbene Augen von bezwingender Gewalt. Sie blickte mich an. Mich, den kleinen Pantoffel, den Schisserkater. In meinem Kopf dröhnte es plötzlich.

"Du versuchst beständig, dich klein zu machen, junger Held. Doch dran liegt nicht der Erfolg im Leben. Pantoufle, du musst dich groß machen, nicht klein. So groß, wie du wirklich bist. Du kannst es!"

Und der Strahl ihrer Augen bohrte sich in die meinen.

Ich wuchs, ich wurde groß und größer. Meine Pfoten dehnten sich zu Pranken aus, meine Zähne zu einem Raubtiergebiss, mein Schwanz wurde zu einem Schweif mit einer Quaste um meinen Hals bildete sich eine wallende Mähne.

Ich richtete mich auf, zu meiner ganzen königlichen Macht.

Ankerkennung und Liebe lagen in meiner Königin Blick.

Ich sammelte meinen Atem und füllte meine Lungen zur Gänze.


Und dann brüllte ich für sie.



( Aus "Pantoufle",Andrea Schacht)



Zur Nachahmung empfohlen....

Freitag, 21. August 2009

Kleine Auszeiten

In deiner Mitte
findest du diesen stille Ort, an dem du einfach sein kannst. Hier bist du ganz und in Ordnung, so wie du bist.
Hier findest du immer das, was du gerade wirklich brauchst. Du musst nicht wissen, was es ist, das dir fehlt. Du brauchst nicht darum zu bitten. Sei einfach da. Verweile so lange wie du dich dort wohl fühlst. Etwas wird sich einfinden während du da bist und es wird bei dir sein wenn du wieder in den Alltag zurück kehrst.(Foto: www.oldskoolman.de)



Alles, was fließen kann, fließt stets von viel nach wenig, von höher nach tiefer, von Fülle zu Mangel....

In deine Mitte findest du leichter, wenn du über einen äußeren Ort oder eine Handlung aus dem Alltag und aus deiner Alltagswahrnehmung treten kannst.


Nicht immer findest du
genügend Zeit oder die passende Gelegenheit für einen Spaziergang, eine Meditation, erdende Tätigkeiten, wie Gartenarbeit, oder zentrierende Körperübungen wie z.B. Yoga.
Auch wenn sich die Reise zu dieser Höhlenulme bei Klocksin diesbezüglich ganz sicher lohnen würde.
Bildquelle: Zauber alter Bäume
(vielen Dank, lieber Herr Bethke für die freundliche Genehmigung)





Manchmal kann es eine gute Alternative - wenn auch auf Dauer kein Ersatz für ergiebige Pausen - sein, eines dieser Videos anzuschauen (Sound aktivieren!)


Healing drum - Elephant Song









Am Bach




Bauchtanz - ansteckende Leidenschaft





Welche kleinen Fluchten aus dem Alltag hast du für dich entdeckt und möchtest sie mit uns teilen?
Hinterlasse einfach einen Kommentar mit deinen Tipps.
Schon mal herzlichen Dank dafür!

Mittwoch, 19. August 2009

Traumbotschaften

Was träumst du wenn du träumst?

Kannst du dich morgens manchmal an einen Traum erinnern, den du während der Nacht hattest?
Vielleicht tauchen im Lauf des Tages Bruchstücke, Fetzen, Bilder und Gefühle auf, und du erinnerst dich diffus, geträumt zu haben?
Träume sind weit mehr als nur die Nacharbeit des Gehirns, das die stille Zeit nutzt um die Eindrücke des Tages zu verdauen.









Träume können auch die Verbindung

zu tiefen Verletzungen wieder herstellen. Manche Erlebnisse sind zu überwältigend für deine momentanen inneren und äußeren Verarbeitungsmöglichkeiten und du musst sie verdrängen, einfrieren, sie abspalten.

Doch das ist natürlich keine Dauerlösung, denn wie bei einer Gefriertruhe erfordert es einen fortwährenden, mehr oder weniger hohen Energieaufwand, die schmerzhaften Bilder und Gefühle fern zu halten.

Dein Inneres möchte solche Päckchen gerne wieder los werden und schickt sie dir zur Wiedervorlage aus der Tiefe deiner Seele in die Tiefe deines Schlafes.

Oft genügt es, die schwierigen Gefühle einfach anzunehmen. Gefühle vergehen, wenn sie da sein dürfen.

Angeblich dauert jedes echte Gefühl maximal zwanzig Minuten an.
Dann sei das nächste Gefühl dran.

Natürlich sind wir nicht gewohnt, Gefühle da sein zu lassen.... aber das ist ein anderes Thema.

In manchen Fällen, und das wird die Wiederholung solcher Träume deutlich machen, musst du dich auf die Suche nach dem Ursprungsereignis machen. Wann hast du dieses Gefühl zum ersten Mal erlebt? Erinnere dich, fühle.

Du erlebst die Weisheit der Selbstheilung indem du deine Träume an und ihre Botschaft wahr nimmst!


Nur du selbst kannst die Botschaft deines Traumes entschlüsseln.

Vielleicht verstehst du sie bereits beim Erzählen oder Aufschreiben. So wie du dich schon manchmal plötzlich verstanden hast, als du einem anderen Menschen erzähltest, was dich bewegt.
Achte auf die Personen, die im Traum auftauchen. Manchmal sind sie alle du - in verschiedenen Rollen oder inneren Anteilen.
Wenn du eine Frau bist, und von "ihm" träumst, sei vorsichtig. Vielleicht bedient sich deine innere Weisheit nur deines erhöhten Interesses für eine bestimmte Person, um deine volle Aufmerksamkeit zu bekommen.
Vergiss, was im Lexikon der Traumsymbole steht, jedenfalls weitgehend. Natürlich handelt ein Traum vom Auto fahren meistens und weitgehend von deinem Vorankommen im Leben. Und ja, es ist möglich, dass du, wenn du von einem Haus träumst, oder einem Baum, dich selbst mit deinen verschiedenen Ebenen und Abteilungen siehst.
Aber ein Hund oder Pferd, ein Apfel oder ein Besen z.B. sind Symbole, die du anhand dessen entschlüsseln musst, was sie für dich persönlich bedeuten.


Entwickle eine Kultur der persönlichen Traumnutzung

Nimm dir morgens ein wenig Zeit, dich an Bilder der zurückliegenden Nacht zu erinnern.
Notiere deine Träume. Wenn dir tagsüber ein Traum oder ein Traumfragment einfällt, schreib es gleich auf.
Erzähle deine Träum jemandem, der dir gerne zuhört und sich beschenkt fühlt, wenn du ihn dir nah sein lässt.
Lass dir von anderen Menschen deren Träume erzählen.
Wenn du nachst aus einem Traum erwachst, schreib ihn gleich auf oder nimm dir fest vor, dich nach dem Aufwachen an alles Wesentliche zu erinnern.
Bitte vor dem Schlafengehen um einen Traum, wenn du Entscheidungen zu treffen hast oder wichtige Fragen dich bewegen.

Beweg deinen Hintern, ändere etwas oder lass dir helfen, wenn deine Träume dich dazu auffordern. Sie sitzen am längeren Hebel....

Albträume sind nichts als ein harmloser Sonderfall des Träumens. Aus ihnen wachen wir einfach nur zu früh auf, nämlich an der spannendsten Stelle.
Du kannst immer versuchen, aktiv auf das Traumgeschehen Einfluss zu nehmen. Mit der Übung kommt auch hier die Meisterschaft.

Und wenn du schon, aus einem Albtraum erwacht, im Bett sitzt und dich nicht traust, wieder einzuschlafen, dann denke dir ein anderes Ende für den Traum aus. Ein gutes natürlich, vielleicht mehrere mögliche Verläufe. Im Traum ist wirklich alles möglich, also lass dir was einfallen.

Und nun - träum gut!


Fotos: Dirk Paeschke, www.kostenlos-fotos.de